FAQ

Wo kann ich das Klopapier kaufen? Warum ist es in Plastik verpackt? Ist die Seife vegan? Was bedeutet  WASH und wie kann ich meine Trockenkloinhalte kompostieren? Täglich trudeln viele Fragen bei uns ein, die wir hier so gut es geht beantworten wollen.

Falls du mal keine Antwort auf deine Frage auf dieser Seite findest, dann schicke uns gerne eine Mail über unser Kontaktformular. Auch Lob und Kritik kannst du uns gerne auf diesem Wege entgegenbringen.

Klopapier

Wo kann ich das Klopapier von Goldeimer kaufen?

Du kannst das Goldeimer Klopapier im Supermarkt oder jederzeit in unserem Goldeimer Onlineshop kaufen.

Hier findest du eine Übersicht der Märkte, in denen du unser Klopapier kaufen kannst. Falls du eine längere Anreise zu einer angegebenen Bezugsquelle hast, ruf am besten vorher dort an, um den Bestand abzufragen. Wir geben uns Mühe, die interaktive Karte mit stets aktuell zu halten, wissen aber auch, dass dies nicht immer möglich ist. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: Im Shop ist immer was da!

Woraus besteht das Klopapier?

Unser soziales Klopapier besteht aus 100% recyceltem Altpapier, wird chlorfrei gebleicht und ist mit dem Umweltsiegel Blauer Engel zertifiziert. Welchen Bedingungen dieses Gütesiegel unterliegt, kannst du hier nachlesen.

Ist das Papier chlorfrei gebleicht?

Ja, das Klopapier wird völlig chlorfrei gebleicht. Die Fabrik unserer Freund*innen und Hersteller*innen des Klopapiers WEPA verfügt über eine qualitativ hochwertige Aufbereitungstechnik für Altpapier. Bestandteil dieser Technologie sind zwei Bleichstufen: eine oxidative mit Wasserstoffperoxid sowie eine reduktive mit Natriumdithionit. Beide Bleichstufen tragen zur hohen Qualität der Wepa-Recyclingprodukte bei und sind völlig chlorfrei.

Warum sind die Rollen bedruckt? Reicht es nicht aus, die Verpackung zu bedrucken?

Unser Klopapier ist nicht nur super zum Po-Abwischen, sondern macht gleichzeitig auf die weltweite Sanitärversorgung aufmerksam und unterstützt WASH-Projekte auf der ganzen Welt, um Menschen den Zugang zu sauberem Wasser, sicheren Sanitäranlagen und Hygiene (kurz: WASH) zu ermöglichen. Da du die Klopapier-Verpackung meist nur im Supermarkt oder Online-Shop selbst sehen kannst und auf öffentlichen Toiletten, in der Gastronomie oder in der WG deiner Freunde vermutlich nie zu Gesicht bekommst, haben wir uns entschlossen, die Rollen zu bedrucken. Sie sind der effektivste Flyer für unsere Vision »Klos für Alle! Alle für Klos!«

Für die Bedruckung werden sparsame 1g Tinte pro Rolle gebraucht – im Vergleich zu den erreichten Personen und der „Aufklärungsleistung“ ist es uns das Wert. Die Druckfarben basieren zudem auf synthetisch hergestellten Pigmenten und Additiven und sind natürlich „mineralölfrei“.

Ist die Druckfarbe auf den Rollen gesundheitsgefährdend?

Unsere Druckfarben sind alle mineralölfrei und entsprechen den Empfehlungen für Produkte mit Lebensmittelkontakt (XXXVI. BfR). Sie sind konform mit den Vergabegrundlagen der Labels „Blauer Engel“, „EU-Umweltblume“ und „Nordic Swan“ – diese garantieren, dass das Produkt die hohen Ansprüche an Umwelt- und Gesundheitseigenschaften erfüllt. Zudem wird unser Klopapier regelmäßig untersucht und entsprach bisher immer allen Anforderungen. Also: Du kannst das Papier ganz ohne Sorgen verwenden!

Warum ist das Klopapier in Plastik verpackt?

Leider ist es momentan nicht möglich, das Klopapier plastikfrei zu verpacken – das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen, weil der Einzelhandel Papierverpackungen (speziell bei Hygieneprodukten) ungern ins Sortiment aufnimmt. Das liegt an der erhöhten Anfälligkeit für Feuchtigkeit und „Bruchgefahr, wenn z.B. mal eine Palette auf dem Weg von der Fabrik zum Laden irgendwo im Regen steht. Darauf hat sich die Industrie eingestellt. Technisch ist es zudem nicht ganz einfach, die Maschinen bei unseren Freund*innen und Hersteller*innen unseres Klopapiers, WEPA Hygieneprodukte, von heute auf morgen auf alternative Verpackungsmaterialien umzustellen. Aktuell verwenden wir eine Folie mit 15% Kreideanteil und 60% recyceltem Plastik (PCR = Post-Consumer-Rezyklat).

Daneben gibt es diverse andere Möglichkeiten der Verpackung, von Cellulosefolie bis Bio-PE. Die beiden letztgenannten Optionen sind heiße Kandidaten für eine zukünftige Verpackung von unserem Klopapier – jedoch haben auch diese Verpackungen ihre Nachteile. Deshalb lassen wir gerade für alle möglichen Verpackungsmaterialien eine Lebenszyklusanalyse anfertigen – davon erhoffen wir uns mehr Gewissheit, was die ökologischste Verpackung für unser Klopapier ist. Wir hoffen in naher Zukunft hier auch den nächsten Schritt in Richtung noch mehr Nachhaltigkeit zu gehen. Nur leider wird das dann wohl erstmal noch keine Papierverpackung sein.

Woraus besteht die Verpackung?

Unsere Verpackung besteht aus PE mit einem Anteil von 60% Recyclingmaterial. Zusätzlich geben wir 15% Kreide hinzu, was den CO2-Fußabdruck der Folie um rund 12% reduziert.

Warum sind die einzelnen Packungen bei größeren Lieferungen nochmal in eine Plastik-Umverpackung eingepackt?

Das hat leider verpackungs- bzw. speditionstechnische Gründe. Im Werk werden 162 Packungen von unserem Klopapier auf eine Palette geladen. Wenn man die Palette mit einzelnen Packungen beladen würde, wäre in der nächsten Kurve Schluss mit der wilden Fahrt. Die ganze Palette einzuwickeln widerspricht wiederum der Realität des Einzelhandels – gerade kleinere Supermärkte bekommen selten ganze Paletten von unserem Klopapier. Vielmehr wird in den Zentrallagern der Supermarktketten ein Trolli mit einer bunten Mischung Toilettenpapier aus dem Supermarktsortiment gepackt – plus ein oder zwei Goldeimer Big Packs.

Seife

Warum gibt es eine Seife von Goldeimer?

Bei Goldeimer setzen wir uns für die Vision “Klos für Alle! Alle für Klos!” ein und unterstützen im Rahmen dessen gemeinsam mit Viva con Agua und der Welthungerhilfe WASH-Projekte in Ländern des Globalen Südens. WASH steht für Water, Sanitation & Hygiene – diese drei Komponenten bedingen sich gegenseitig und sorgen nur im Dreiklang für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen. Das Händewaschen mit Seife ist eine der effektivsten Barrieren gegen die Ausbreitung von Krankheiten und spielt deshalb in WASH-Projekten neben dem Zugang zu sauberem Trinkwasser und sicheren Sanitäranlagen eine zentrale Rolle.

In der Viva con Agua Family gibt es bereits zwei Produkte, die die WASH-Säulen Wasser und Sanitation repräsentieren: das Viva con Agua Mineralwasser und unser Klopapier. Mit der Seife ergänzen wir dieses Portfolio um die Komponente Hygiene. Das steht symbolisch für unseren ganzheitlichen Ansatz bei der Unterstützung von WASH-Projekten.

Wo kann ich die Seife kaufen?

Die Seife kannst du in allen Alnatura Märkten in Deutschland, überall bei Budni oder bei kleineren Bio-Läden, die sie vom Biofachgroßhändler Grell Naturkost beziehen, kaufen. Ansonsten gibt’s die Seife jederzeit bei uns im Online-Shopeinzeln, als 12-er Pack oder direkt zum Klopapier dazu.

Was ist besonders an der Seife?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei unsere Seife um eine ganz normale Kernseife. Sie duftet nicht besonders, sieht nicht außergewöhnlich aus und enthält kein Schnickschnack. Sie macht einfach sauber – und das ganz schön lange. Und genau dafür ist sie gedacht. Sie hilft dabei, Keime abzutöten und die Verbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden. Ganz nebenbei macht sie darauf aufmerksam, dass 4,2 Mrd. Menschen auf der Welt noch keinen Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung mit Handwaschmöglichkeiten und sauberem Wasser haben – und wir das gern ändern würden.

Ist die Seife nur zum Händewaschen?

Unsere Kernseife ist komplett naturbelassen und frei von Duftstoffen, Farbstoffen und anderen Zusatzstoffen. Dadurch ist sie besonders gut verträglich, hygienisch und vielseitig einsetzbar. Du kannst nicht nur deine Hände, sondern auch deinen Körper, deine Haare, theoretisch sogar deine Kleidung oder dein Geschirr damit waschen – kein Scherz. Alles harmlos!

Wo wird die Seife hergestellt?

Die Stückseife kommt von unseren Freund*innen von sodasan aus Ostfriesland. Wir haben mit sodasan eine verlässliche Partnerin gefunden, die im Kern die gleichen Werte teilt wie wir: Ganzheitliche, ökologische Nachhaltigkeit. Verpackt wird die Seife nachhaltig und klimaneutral bei Siemer Verpackungen in Niedersachsen.

Wieso und wie ist die Seife verpackt?

Die Seife wird bei unseren Freundinnen von Siemer Verpackungen verpackt. Die Verpackung ist klimaneutral in Deutschland produziert, enthalt kein Plastik und ist recycelt und komplett recycelbar. Außerdem verwenden wir nur mineralölfreie Farben. Für uns ist die Verpackung eine wichtige Werbefläche, um auf den sozialen Hintergrund der Seife und unsere Mission Klos für Alle! Alle für Klos! aufmerksam zu machen.

Wir hoffen, in Zukunft auch eine unverpackte Stückseife anbieten zu können. Das ging im ersten Schritt aufgrund unterschiedlicher Ansprüche im Markt und Online-Shop noch nicht. Wir sind aber dran, eine unverpackte Version auf den Weg zu bringen, die dann bspw. in unverpackt-Läden erhältlich sein könnte.

Warum habt ihr euch für die Verwendung von Palmöl entschieden?

Die hohe Ergiebigkeit von Palmöl ist der Grund, warum Palmöl das meistgenutzte Pflanzenöl weltweit ist. In rund jedem zweiten Supermarktprodukt ist es enthalten. Andere Ölpflanzen – wie zum Beispiel die Kokospalme, Raps, Sonnenblume oder Soja – beanspruchen ein Vielfaches an Fläche für den gleichen Ertrag. Das bedeutet nicht nur bis zu sieben Mal so viel Anbaufläche, sondern auch ein vielfacher Bedarf an Wasser und anderen Ressourcen, die in den Anbau, die Ernte und Verarbeitung fließen. 

Wir haben all diese Fakten und Faktoren abgewogen und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Ersatz durch regionale Pflanzenöle aus unserer Sicht keine bessere ökologische Alternative darstellt. Das Problem liegt nicht in der Ölpflanze oder dem daraus gewonnenen Öl – sondern in der hohen globalen Nachfragen und der Art des Anbaus. Nur 0,1% des gesamten Palmöls kommen aus kontrolliert biologischem Anbau – so auch das in unserer Bio-Seife. Das Palmöl in der Goldeimer Seife ist aus kontrolliert biologischem Anbau aus Kolumbien von der Firma Daabon. Die Bio-Zertifizierung erfolgt über Ecocert und setzt eine Zertifizierung nach RSPO voraus.

Wir sind der Meinung, dass die Debatte um “das böse Palmöl” nicht allein auf den Verzicht hinwirken sollte, sondern vielmehr darauf, dass Ölpalmen nachhaltig und fair, ohne Pestizide, ohne synthetische Düngung und vor allem nicht in Monokulturen und unter ausbeuterischen Bedingungen angebaut werden. Kontrolliert biologischer Anbau gewährleistet genau das. Deshalb sind wir für uns zu dem Schluss gekommen, dass bio-zertifiziertes Palmöl aus sozialem Anbau aktuell die bestmögliche Lösung für eine faire, nachhaltige, hochwertige und vor allem reinigende Stückseife darstellt.

Wird es weitere Hygieneprodukte von Goldeimer geben (bspw. Flüssigseife, Shampoo)?

Nein, wir planen keine weiteren Hygieneprodukte auf den Markt zu bringen. Die Seife komplettiert das WASH-Portfolio rund um das Viva con Agua Mineralwasser und unser soziales Klopapier. Mit Stückseife hast du außerdem einige Vorteile, die Flüssigseifen überflüssig machen: Sie ist langlebig und Papierverpackungen sind recycelbar. In Flüssigseifen dagegen können manche Komponenten, wie die Pumpvorrichtung mit Metallfeder, nicht voneinander getrennt werden und werden deshalb verbrannt. Auch eingefärbte oder beklebte Verpackungen finden nur selten zurück in den Recycling-Kreislauf.

Klos und Co

Wie richte ich mein Trockenklo ein?

Generell:

Das Zusammenbauen der Klos ist kinderleicht. Die Anleitung zum Aufbau liegt dem Produkt bei – eine Video-Anleitung findest du außerdem auf YouTube.

Dein Trockenklo ist aufgebaut und nun willst du erfahren, wie du es richtig und mit minimalem Aufwand nutzt? Here we go:

1. Um den Reinigungsaufwand zu minimieren, kannst du einen Goldeimer »Schietbüdel« in den Eimer einhängen. Der Maisstärke-Beutel ist etwas dünner und weniger reißfest, kann dafür aber mit kompostiert werden. Wenn du – zum Beispiel auf Reisen – nicht kompostieren kannst, dann empfehlen wir gleich einen herkömmlichen Beutel.

2. Streue vor der ersten Toilettennutzung bzw. nach dem Eimerwechsel ca. 1 – 1,5 l Goldeimer »Kackpulver« pro Person und geplantem Nutzungstag in den leeren Beutel. Das saugt den Urin auf und verhindert Geruchsentwicklung. Gerüche entstehen dann, wenn der Urin mit dem Kot in Berührung kommt.

Wenn du einen Trenneinsatz für dein Trockenklo »Basic« oder »Premium« hast:

Schlage einen »Schietbüdel« mehrmals um und hänge ihn bis zur Mitte in die hintere Hälfte des Eimers über den Rand. In die vordere Hälfte lässt du den Trenneinsatz gleiten. Bevor er in der vorgesehenen Position im Eimer einrastet, schiebe den Beutel ca. 2 cm unter die Ecken des Trenneinsatzes, sodass der Rand den Beutel fixiert. Mit den Klammern fixierst du den Beutel zusätzlich an dem Steg des Trenneinsatzes, sodass kein Hohlraum zwischen ihm und dem Beutel entsteht. Nun kommt der Deckel drauf. Mit dem Trenneinsatz musst du nur ein paar Zentimeter »Kackpulver« in den Beutel streuen. Falls doch mal Urin in den Eimer tröpfelt, saugt das alles auf.

Tipp: Nutze »Kackpulver« auch für den Trenneinsatz! Wichtiger Bestandteil des »Kackpulvers« ist Pflanzenkohle. Die Kohle bindet Nährstoffe und macht sie in der Erde in dosierter Form wieder für Pflanzenwurzeln verfügbar. Dafür müssen wir die Pflanzenkohle aber erst mit den Nährstoffen aus unserem Urin – allen voran Stickstoff – „aufladen”. Auch zur Geruchsminderung und als Spritzschutz ist das Verwenden von »Kackpulver« im Trenneinsatz sinnvoll.

Alles, was du für die optimale Nutzung deines Trockenklo brauchst, findest du in unserem Online-Shop – auch ganz unkompliziert im Set.

Wie nutze ich mein Klo richtig?

Wie du auf Klo gehst, weißt du. Das läuft beim Trockenklo nicht anders als beim WC. Erst wenn die Spülung ins Spiel kommt, bemerkst du einen Unterschied – denn gespült wird hier mit Einstreu. In unserem Fall mit dem Goldeimer »Kackpulver«.

1. Nach jeder Benutzung streust du einen Becher Goldeimer »Kackpulver« (ca. 0,3 l) auf die Hinterlassenschaften.

2. Vor jeder längeren Nutzungspause, z. B. nach dem Tag im Kleingarten, solltest du zusätzlich Goldeimer »EMs« in den Eimer sprühen. Es reichen dabei 3 – 5 Pumphübe. Das lenkt die Mikrobiologie schon in Richtung Fermentation und mindert Gerüche. Auch auf der Tour im Van ist eine regelmäßige Anwendung der Goldeimer »EMs« deshalb zu empfehlen.

»Kackpulver« und »EMs« im Set gibt’s hier zu kaufen.

Wie leere ich mein Klo?

Wenn der Eimer drei Viertel voll ist, solltest du ihn ausleeren. Sonst wird er zu schwer in der Handhabung. Falls du Goldeimer »Schietbüdel« verwendest, empfehlen wir, den Beutel nicht aus dem Eimer herauszuheben. Die Beutel sind aus Maisstärke und haben eine “OK Compost Home” Zertifizierung. Sie beginnen sich nach maximal 14 Tagen langsam zu zersetzen und könnten reißen.

Variante 1: Bei Kompostierung der Trockenkloinhalte 

Nimm den Toiletttensitz ab, löse den kompostierbaren Beutel vom Rand, drehe ihn zusammen, hebe, falls vorhanden, vorher den Trenneinsatz heraus und entleere dann den gesamten Inhalt des Eimers in einen vorbereiteten, geschlossenen Komposter.

Variante 2: Bei Fermentation der Trockenkloinhalte

Nimm den Toiletttensitz ab und sprühe 8 – 10 Pumphübe »EMs« auf die Trockenkloinhalte. Löse den kompostierbaren Beutel vom Rand und drehe ihn zusammen. Hebe, falls vorhanden, den Trenneinsatz aus dem Eimer. Anschließend wird der Eimer mit dem Verschlussdeckel luftdicht verschlossen. Die Fermentation funktioniert besser, wenn du den Urin mit einem Trenneinsatz separat gesammelt hast. Ansonsten musst du ausreichend Goldeimer »Kackpulver« verwenden, damit die Flüssigkeit gebunden wird.

Variante 3: Bei Entsorgung der Trockenkloinhalte

Entsorgung ist immer schade, aber manchmal – zum Beispiel auf Reisen mit dem Van – nicht vermeidbar. Was du dabei unbedingt beachten musst, erfährst du in einer der nächsten Fragen.

Leerung Trenneinsatz 

Wenn du den Trenneinsatz vom Trockenklo »Basic« oder »Premium« leeren möchtest, löse den »Schietbüdel« von dem Trenneinsatz, drehe diesen zusammen und ziehe den Trenneinsatz behutsam am Bügel hinaus.

Wie werde ich meine Hinterlassenschaften los, wenn ich unterwegs bin und nicht selbst kompostieren kann?

Wenn du auf Tour bist und eine Kompostierung nicht in Frage kommt, kannst du die Hinterlassenschaften in einem Beutel in der Restmülltonne entsorgen. Ein kompostierbarer Beutel ist hier nicht die richtige Wahl, da Abfall i.d.R. ohnehin verbrannt wird. Stattdessen solltest du einen reißfesten Beutel aus Recycling-Kunststoff verwenden.

Dieser muss unbedingt fest verschlossen sein, sodass sichergestellt ist, dass keine Verunreinigungen in den Sammeltonnen, -fahrzeugen und Entsorgungsanlagen entstehen. Bei Windeln ist das ja ähnlich – da ist auch alles gut verpackt.

Womit reinige ich mein Klo?

Mix dir einen milden, ökologischen Allzweckreiniger. Im Internet gibt es viele Rezepte für Reinigungsmittel mit Wasser, Essigessenz oder Zitronensäure und ätherischen Ölen. Über dem geschlossenen Komposter, den du für deine Trockenkloinhalte nutzt, kannst du den Eimer, die Klobrille und den Trenneinsatz deines Klos mit wenig Wasser und deinem DIY-Reiniger säubern.

Erste Regel: Handschuhe tragen und danach gründlich die Hände waschen. Beachte außerdem die Regelungen in deinem Kleingartenverein.

Darf ich in meinem Kleingarten kompostieren?

Ja, du darfst in deinem Kleingarten kompostieren, wenn du sicher stellst, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt von deinem Komposthaufen ausgeht. Du musst vor allem darauf achten, dass kein Sickerwasser aus dem Haufen ins Erdreich sickern kann. Weiterhin muss gewährleistet sein, dass weder Tiere noch Kinder Zugang zu frischem Material bekommen können. Eine Anleitung wie du das am besten gestalten kannst, findest du in der nächsten Frage.

Wann du NICHT kompostieren darfst:

Wenn dein Kleingartenverein explizit die Nutzung von Trocken- bzw. Kompostklos verbietet.

Wenn sich deine Location in einem Wasserschutzgebiet befindet. Dort ist eine solche Kompostierung untersagt!

Kompostierung: Wie geht es und was muss ich beachten?

Die Kompostierung ist ein natürlicher Prozess, bei dem organisches Material wie Grünschnitt, Küchenabfälle oder auch Inhalte aus Trockentoiletten durch (mikro-) biologische Aktivität abgebaut wird. Ziel unserer Kompostierung ist es, ideale Lebensbedingungen für die notwendigen Mikroorganismen zu schaffen.

Wie das geht, erklären wir in diesem Blogartikel ausführlich – neben einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Kompostieren findest du hier auch wichtige Hinweise und Tipps. Viel Erfolg!

Fermentation: Wie geht es und was muss ich beachten?

Die Fermentation wird der Kompostierung vorgeschaltet. Sie ist nur ein optionaler Schritt, der nicht zwangsläufig stattfinden muss und zugegebenermaßen ist sie auch etwas komplizierter. Sie bietet jedoch viele Vorteile: Zum einen erfolgt in diesem Prozess eine “saure Hygienisierung” (pH-Wert von ca. 4), zum anderen werden dabei Nährstoffe an die Pflanzenkohle- und Gesteinsmehl- Komponenten im Goldeimer »Kackpulver« gebunden. Das heißt, sie sind für die Pflanzen langfristig verfügbar und können so optimal von ihnen genutzt werden. Wenn du Terra preta herstellen möchtest, dann musst du deine Trockenkloinhalte vor dem Prozess der Kompostierung ohnehin fermentieren.

Anleitung

Die Fermentation ist ein anaerober Prozess – das bedeutet, sie findet unter Sauerstoffausschluss statt. Für die Fermentation sind effektive Mikroorganismen (EMs) notwendig. Die sind bereits im Goldeimer »Kackpulver« und in konzentrierter Form auch in unseren Goldeimer »EMs« zu finden. Die Mikroorganismen lenken den Abbauprozess in die richtige Richtung. Wenn keine EMs hinzugefügt werden würden, wäre unerwünschte und zum Teil gesundheitsschädliche Fäulnis das Resultat. Damit die Fermentation korrekt verläuft, solltest du Goldeimer »Kackpulver« als reguläre Einstreu für deine Klogänge nutzen. Zusätzlich empfehlen wir, eine Sprühflasche Goldeimer »EMs« am Start zu haben, um ggf. mal nachzusteuern, wenn du Fäulnis oder Uringeruch wahrnimmst. Mehr Infos findest du in den ergänzenden Hinweisen. Nun erklären wir einmal Schritt für Schritt, was du tun musst.

Phase 1: Vorbereitung

Du nimmst den vollen Eimer aus dem Klo, entfernst ggf. den Trenneinsatz, drehst deinen Goldeimer »Schietbüdel« zusammen und verschließt den vollen Eimer luftdicht mit dem dazugehörigen Verschlussdeckel. Den verschlossenen Eimer stellst du nun an einen Ort, an dem er möglichst über die gesamte Dauer der Fermentation Zimmertemperatur genießen kann. Zum Beispiel im Heizungskeller oder in der Sommerzeit in die Laube.

Phase 2: Die Fermentation 

Jetzt heißt es Geduld haben. Die Fermentation dauert je nach Bedingungen 3 – 6 Wochen. Überprüfe zwischendurch, ob der Prozess wie gewünscht verläuft. Meist bildet sich auf der Oberfläche ein weißer Flaum von Hefebakterien – das ist durchaus erwünscht. Breitet sich allerdings ein grüner Schimmelrasen aus, ist die Fermentation nicht korrekt verlaufen. Am Ende sollte die Mischung leicht pilzig nach Waldboden riechen. Wenn die Fermentation erfolgreich abgeschlossen ist, folgst du der Anleitung und den Empfehlungen zur Kompostierung (vorige Frage).

Ergänzende Hinweise

So kannst du auf Nummer sicher gehen: Wenn du die Fermentation weiter optimieren willst, empfiehlt es sich ab und zu 3 – 5 Pumphübe Goldeimer »EMs« einzusprühen und den Deckel danach wieder luftdicht zu verschließen. Denk dran: die Fermentation ist ein anaerober Prozess. Auch kannst du weitere Kohlenhydrate als Nahrung für die Milchsäurebakterien hinzufügen. Sirup eignet sich am besten, Zucker geht aber auch. Einfach 1 Esslöffel Sirup in 0,5 Liter warmem Wasser auflösen, abkühlen lassen und mit einer ausgedienten Sprühflasche aufsprühen. Auch hier genügen ein paar Pumphübe.

Die Fermentation gelingt nicht? Das kannst du tun: Wenn du bei der Fermentation Fäulnisgerüche feststellst, dann war die Mischung im Toiletteneimer sehr wahrscheinlich zu feucht. Das bedeutet, es wurde zu wenig Goldeimer »Kackpulver« bei der Toilettenbenutzung eingestreut. Um dem vorzubeugen, kannst du dir den Trenneinsatz für das Trockenklo »Basic« und »Premium« besorgen. Dadurch wird der Urin während der Nutzung abgetrennt und es kommt weniger Flüssigkeit in deinen Eimer, was ggf. zu besseren Ergebnissen bei der Fermentation führt. Auch andere Faktoren können der Grund für eine misslungene Fermentation sein. Schau dir die Prozesse nochmal genau an und überlege, wo etwas angepasst werden könnte. Ist der Deckel nicht richtig verschlossen? Steht der Eimer nicht warm genug? Sind zu wenig EMs oder Kohlenhydrate vorhanden?

Reinigung von Eimer, Trenneinsatz und Gartengeräten: Du kannst mit deinem DIY-Allzweckreiniger (siehe Frage “Womit reinige ich mein Klo”), ein wenig Wasser und einer Toilettenbürste über dem Komposthaufen alle verschmutzten Komponenten deines Trockenklos reinigen. Handschuhe tragen und danach gut Hände waschen ist Pflicht.

Alles, was du an Zubehör für die Fermentierung brauchst, findest du in unserem Online-Shop.

Sanitärkrise, Sustainable Development Goals und Kreislaufwirtschaft

Sanitärkrise? Was bedeutet das?

Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung – aktuell 3,6 Mrd. Menschen – haben keinen Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung. 6% der Weltbevölkerung, rund 494 Millionen Menschen, haben keinerlei Zugang zu irgendeiner Art von Sanitärversorgung und müssen ihr Geschäft im Freien verrichten (Open Defecation). Die Folgen sind vielfältig und verheerend, weshalb von einer Sanitärkrise die Rede ist. (Quelle: JMP Bericht 2021)

Mangelhafte, unsichere oder nicht-vorhandene Sanitäranlagen begünstigen den Kontakt mit und die rasche Verbreitung von Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Durchfall, Cholera oder Polio. Das hat nicht nur zur Folge, dass Menschen nicht arbeiten oder zur Schule gehen können und verursacht hohe Arztkosten, sondern kann sogar tödlich sein. Mehr als 297.000 Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an Durchfallerkrankungen, die auf schlechte sanitäre Einrichtungen, mangelnde Hygiene oder unsicheres Trinkwasser zurückzuführen sind – das sind mehr als 800 Kinder jeden Tag.

Darüber hinaus sind Frauen und Mädchen besonderen Gesundheitsrisiken ausgesetzt: Oft müssen sie bis zur Dunkelheit warten, um sich draußen zu erleichtern, was sie besonders angreifbar und schutzlos macht. Dazu kommt, dass die Bedürfnisse von Frauen in Bezug auf Urinieren und Menstruationshygiene in vielen Sanitärprojekten unberücksichtigt bleiben. Und nicht zuletzt kontaminieren Fäkalien, die in den offenen Boden sickern oder direkt ins Wasser entlassen werden, das Grundwasser und tragen so zur Verbreitung schwerer Krankheiten bei.

Was sind WASH-Projekte?

WASH steht für den Zugang zu Wasser, Sanitär und Hygiene. Diese drei Komponenten bedingen sich gegenseitig und sorgen nur im Dreiklang für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen. Warum es nicht reicht, einfach Klos zu bauen? Zu einer würdigen und gesicherten Sanitärversorgung gehört neben einer Toilette auch sauberes Trinkwasser und Seife zum Händewaschen – und für dauerhaft sauberes Wasser braucht man wiederum Klos, bei denen für eine sichere Verwertung der Ausscheidungen gesorgt ist.

Seit 2014 setzen wir uns gemeinsam mit Viva con Agua und der Welthungerhilfe für WASH-Projekte auf der ganzen Welt ein, um Menschen langfristig den Zugang zu WASH zu ermöglichen. Denn aktuell haben 3,6 Mrd. Menschen noch keinen Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung mit Handwaschmöglichkeiten und sauberem Wasser.

Mehr Informationen dazu findest du auf unserem Blog.

Was bedeutet “gesicherte Sanitärversorgung”?

Von einer gesicherten Sanitärversorgung ist die Rede, wenn neben einer privaten, funktionierenden Toilette Handwaschmöglichkeiten vorhanden sind sowie alle fünf Kernelementen der Sanitärkette (sichere Zwischenlagerung, regelmäßige Leerung, sicherer Transport, sachgerechte Behandlung der Fäkalien, Wiederverwendung der behandelten Biomasse) gegeben sind – es also auch für eine sichere Verwertung der Ausscheidungen gesorgt ist. Aktuell hat gerade mal die Hälfte der Weltbevölkerung (54%, 4,2 Milliarden Menschen) Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung.

Der Begriff leitet sich aus dem englischen “Safely Managed Sanitation Services” ab, der wiederum im Joint Monitoring Programme 2017 von der WHO und Unicef eingeführt und als zu erreichenden Zustand festgelegt wurde. Es ist die höchste Stufe auf der Sanitation Ladder.

Was bedeutet Bodendegration?

Bei nicht nachhaltiger Bewirtschaftung kommt es z.B. durch falsche Anbau-, Dünge- oder Bewässerungsmethoden zu Erosion, Versalzung, Versauerung oder gar zu einer Vergiftung des Bodens. Vielfach angewendete, schwere Maschinen sorgen zudem für eine Verdichtung und nehmen so Pflanzenwurzeln und Bodenlebewesen die nötigen Bodenporen. Bodenverluste von mehreren Tonnen pro Jahr sind die Folge. Die Wachstumsgrundlage für jegliche Art von Pflanzen wird so minimiert, oder geht sogar verloren. Seit 1945 summiert sich die von Bodendegradation betroffene Fläche auf weltweit mehr als 1,2 Milliarden Hektar. Das entspricht der gemeinsamen Landfläche von China und Indien. Der Verlust von Oberboden durch Erosion beläuft sich pro Jahr im Schnitt auf 14 bis 16 Tonnen pro Hektar und Jahr. Die Degradation kann schließlich bis zum vollständigen Verlust der landwirtschaftlichen Nutzbarkeit des Bodens führen.

Wie trägt Goldeimer dazu bei, Bodendegration zu vermeiden?

Wir wollen mit unseren Toiletten auf die Wichtigkeit von Humus hinweisen! Mit der Abkehr von wassergespülten Toiletten hin zu Humus-bildendenden Trockentoiletten leisten wir einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Bodenschutz. Je mehr derartige Toiletten, desto besser:

  • Humus ist unumstritten der wichtigste Baustein für eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit.
  • Durch die Förderung von Pflanzenwachstum wird Erosion verhindert, Landfläche beschattet, Windeinwirkungen reduziert und Verdunstung teilweise vermieden.
  • Verstärktes Pflanzenwachstum und eine aktivere Bodenbiologie verbessern die Bodenstruktur und -durchlüftung. Das führt wiederum zu verbesserter
  • Bodenfruchtbarkeit.
  • Humus besteht aus organischen Verbindungen und enthält große Mengen an Kohlenstoff. Weltweit ist dreimal mehr Kohlenstoff (2.500 Gt) in Humus gebunden, als in der Atmosphäre. Sogar fünfmal mehr als in der gesamten Pflanzenmasse. D.h. Humus hat eine große Bedeutung im Kontext des Klimawandels.
  • Ein ausreichender Humusgehalt im Boden fördert die Bodenbiologie, die dann in der Lage ist Nährstoffe bedarfsgerecht den Pflanzenwurzeln zur Verfügung zu stellen. Nährstoffauswaschungen, wie sie bei der Verwendung von Gülle oder Kunstdünger oft vorkommen werden so vermieden und Grundwasser geschützt.
  • Ohne fruchtbare Böden wird es langfristig nicht möglich sein, die Weltbevölkerung zu ernähren.

Was hat Gesundheit mit Toilette zu tun?

Keine Erfindung hat in den letzten 200 Jahren mehr Menschenleben gerettet als die Toilette. Durch eine sichere Sanitärversorgung wird verhindert, dass gefährliche Keime, Bakterien und Viren in Kontakt mit unserem Trinkwasser und unserer Nahrung kommen. Sowohl die Toilette an sich als auch die komplette nachgeschaltete Sanitärkette kann dabei von Ort zu Ort sehr unterschiedlich aussehen. Nur wenn alle fünf Kernelemente der Sanitärkette vorhanden sind, kann gewährleistet werden, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in den Nährstoffkreislauf gelangen.

Welche Anstrengungen betreibt Goldeimer im Sinne des Ressourcenschutzes?

Kläranlagen sorgen unter hohem Energieaufwand dafür, das ankommende Wasser- und Fäkaliengemisch stofflich zu trennen und aufzubereiten. Als Endprodukte entstehen verunreinigtes Wasser und Klärschlämme, welche nach einer zusätzlichen Behandlung zumeist verbrannt werden. Bei der Kompostierung werden Nährstoffe zurückgewonnen und dem Nährstoffkreislauf wieder zugeführt. Durch Kompostierung werden in Deutschland jährlich ca. 4.400 GWh eingespart und die CO2 Emissionen um 3 Mio. Tonnen/Jahr gesenkt. Außerdem erfolgt durch den Verzicht auf die Wasserspülung eine Wassereinsparung von 2,7 Mrd. Litern/Tag allein in Deutschland. Hinzu kommt, dass bei der Komposttoilette keine toxischen Schwermetalle entstehen (Pb, Hg, Cd, Cu), wie sie in Klärschlamm enthalten sind.

…DU HAST NOCH MEHR FRAGEN?

Lass es uns unbedingt wissen! So können wir unsere FAQ stetig erweitern und du hilfst anderen Interessierten, die vielleicht die Antwort auf die gleiche Frage suchen.

Schreibe uns einfach eine Mail über DAS KONTAKTFORMULAR mit dem Betreff „FAQ“!

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