FAQ

Woraus besteht das Klopapier und warum ist es in Plastik verpackt? Was kann die Seife, wofür steht WASH eigentlich und wie funktioniert das mit der Kompostierung doch gleich? Täglich trudeln viele Fragen bei uns ein, die wir hier so gut es geht beantworten wollen.

Falls du mal keine Antwort auf deine Frage auf dieser Seite findest, dann schicke uns gerne eine Mail über unser Kontaktformular. Auch Lob und Kritik kannst du uns gerne auf diesem Wege entgegenbringen.

Klopapier

Wo kann ich das Klopapier von Goldeimer kaufen?

Du kannst das Goldeimer Klopapier im Supermarkt oder jederzeit in unserem Goldeimer Onlineshop kaufen.

Hier findest du eine Übersicht der Märkte, in denen du unser Klopapier kaufen kannst. Falls du eine längere Anreise zu einer angegebenen Bezugsquelle hast, ruf am besten vorher dort an, um den Bestand abzufragen. Wir geben uns Mühe, die interaktive Karte mit stets aktuell zu halten, wissen aber auch, dass dies nicht immer möglich ist. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: Im Shop ist immer was da!

Woraus besteht das Klopapier?

Unser soziales Klopapier besteht aus 100% recyceltem Altpapier, wird chlorfrei gebleicht und ist mit dem Umweltsiegel Blauer Engel zertifiziert. Welchen Bedingungen dieses Gütesiegel unterliegt, kannst du hier nachlesen.

Ist das Papier chlorfrei gebleicht?

Ja, das Klopapier wird völlig chlorfrei gebleicht. Die Fabrik unserer Freund*innen und Hersteller*innen des Klopapiers WEPA verfügt über eine qualitativ hochwertige Aufbereitungstechnik für Altpapier. Bestandteil dieser Technologie sind zwei Bleichstufen: eine oxidative mit Wasserstoffperoxid sowie eine reduktive mit Natriumdithionit. Beide Bleichstufen tragen zur hohen Qualität der Wepa-Recyclingprodukte bei und sind völlig chlorfrei.

Warum sind die Rollen bedruckt? Reicht es nicht aus, die Verpackung zu bedrucken?

Unser Klopapier ist nicht nur super zum Po-Abwischen, sondern macht gleichzeitig auf die weltweite Sanitärversorgung aufmerksam und unterstützt WASH-Projekte auf der ganzen Welt, um Menschen den Zugang zu sauberem Wasser, sicheren Sanitäranlagen und Hygiene (kurz: WASH) zu ermöglichen. Da du die Klopapier-Verpackung meist nur im Supermarkt oder Online-Shop selbst sehen kannst und auf öffentlichen Toiletten, in der Gastronomie oder in der WG deiner Freunde vermutlich nie zu Gesicht bekommst, haben wir uns entschlossen, die Rollen zu bedrucken. Sie sind der effektivste Flyer für unsere Vision »Klos für Alle! Alle für Klos!«

Für die Bedruckung werden sparsame 1g Tinte pro Rolle gebraucht – im Vergleich zu den erreichten Personen und der „Aufklärungsleistung“ ist es uns das Wert. Die Druckfarben basieren zudem auf synthetisch hergestellten Pigmenten und Additiven und sind natürlich „mineralölfrei“.

Ist die Druckfarbe auf den Rollen gesundheitsgefährdend?

Unsere Druckfarben sind alle mineralölfrei und entsprechen den Empfehlungen für Produkte mit Lebensmittelkontakt (XXXVI. BfR). Sie sind konform mit den Vergabegrundlagen der Labels „Blauer Engel“, „EU-Umweltblume“ und „Nordic Swan“ – diese garantieren, dass das Produkt die hohen Ansprüche an Umwelt- und Gesundheitseigenschaften erfüllt. Zudem wird unser Klopapier regelmäßig untersucht und entsprach bisher immer allen Anforderungen. Also: Du kannst das Papier ganz ohne Sorgen verwenden!

Warum ist das Klopapier in Plastik verpackt?

Leider ist es momentan nicht möglich, das Klopapier plastikfrei zu verpacken – das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen, weil der Einzelhandel Papierverpackungen (speziell bei Hygieneprodukten) ungern ins Sortiment aufnimmt. Das liegt an der erhöhten Anfälligkeit für Feuchtigkeit und „Bruchgefahr, wenn z.B. mal eine Palette auf dem Weg von der Fabrik zum Laden irgendwo im Regen steht. Darauf hat sich die Industrie eingestellt. Technisch ist es zudem nicht ganz einfach, die Maschinen bei unseren Freund*innen und Hersteller*innen unseres Klopapiers, WEPA Hygieneprodukte, von heute auf morgen auf alternative Verpackungsmaterialien umzustellen. Aktuell verwenden wir eine Folie mit 15% Kreideanteil und 30% recyceltem Plastik (PCR = Post-Consumer-Rezyklat) – ab Frühjahr 2021 werden die ersten Packungen mit 60% PCR produziert.

Daneben gibt es diverse andere Möglichkeiten der Verpackung, von Cellulosefolie bis Bio-PE. Die beiden letztgenannten Optionen sind heiße Kandidaten für eine zukünftige Verpackung von unserem Klopapier – jedoch haben auch diese Verpackungen ihre Nachteile. Deshalb lassen wir gerade für alle möglichen Verpackungsmaterialien eine Lebenszyklusanalyse anfertigen – davon erhoffen wir uns mehr Gewissheit, was die ökologischste Verpackung für unser Klopapier ist. Wir hoffen in naher Zukunft hier auch den nächsten Schritt in Richtung noch mehr Nachhaltigkeit zu gehen. Nur leider wird das dann wohl erstmal noch keine Papierverpackung sein.

Woraus besteht die Verpackung?

Unsere Verpackung besteht aus Granic-Folie mit einem Kreideanteil von 15% und weiteren 30% recyceltem Plastik. Ab Frühjahr 2021 sind es 60% recyceltes Plastik. Das Material ist zu 100% recycelbar und spart bis zu 30% CO2 bei der Herstellung gegenüber herkömmlichen PE Folien.

Warum sind die einzelnen Packungen bei größeren Lieferungen nochmal in eine Plastik-Umverpackung eingepackt?

Das hat leider verpackungs- bzw. speditionstechnische Gründe. Im Werk werden 162 Packungen von unserem Klopapier auf eine Palette geladen. Wenn man die Palette mit einzelnen Packungen beladen würde, wäre in der nächsten Kurve Schluss mit der wilden Fahrt. Die ganze Palette einzuwickeln widerspricht wiederum der Realität des Einzelhandels – gerade kleinere Supermärkte bekommen selten ganze Paletten von unserem Klopapier. Vielmehr wird in den Zentrallagern der Supermarktketten ein Trolli mit einer bunten Mischung Toilettenpapier aus dem Supermarktsortiment gepackt – plus ein oder zwei Goldeimer Big Packs.

Seife

Warum gibt es jetzt eine Seife von Goldeimer?

Bei Goldeimer setzen wir uns für die Vision “Klos für Alle! Alle für Klos!” ein und unterstützen im Rahmen dessen gemeinsam mit Viva con Agua und der Welthungerhilfe WASH-Projekte in Ländern des Globalen Südens. WASH steht für Water, Sanitation & Hygiene – diese drei Komponenten bedingen sich gegenseitig und sorgen nur im Dreiklang für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen. Das Händewaschen mit Seife ist eine der effektivsten Barrieren gegen die Ausbreitung von Krankheiten und spielt deshalb in WASH-Projekten neben dem Zugang zu sauberem Trinkwasser und sicheren Sanitäranlagen eine zentrale Rolle.

In der Viva con Agua Family gibt es bereits zwei Produkte, die die WASH-Säulen Wasser und Sanitation repräsentieren: das Viva con Agua Mineralwasser und unser Klopapier. Mit der Seife ergänzen wir dieses Portfolio um die Komponente Hygiene. Das steht symbolisch für unseren ganzheitlichen Ansatz bei der Unterstützung von WASH-Projekten.

Wo kann ich die Seife kaufen?

Die Seife kannst du jederzeit bei uns im Online-Shop kaufen:  einzeln, als 12-er Pack oder direkt zum Klopapier dazu. Ab Anfang Mai 2021 gibt es die »Normale Seife« auch in allen Alnatura Märkten in Deutschland oder beim Biofachgroßhändler Grell Naturkost.

Was ist besonders an der Seife?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei unsere Seife um eine ganz normale Kernseife. Sie duftet nicht besonders, sieht nicht außergewöhnlich aus und enthält kein Schnickschnack. Sie macht einfach sauber – und das ganz schön lange. Und genau dafür ist sie gedacht. Sie hilft dabei, Keime abzutöten und die Verbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden. Ganz nebenbei macht sie darauf aufmerksam, dass 4,2 Mrd. Menschen auf der Welt noch keinen Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung mit Handwaschmöglichkeiten und sauberem Wasser haben – und wir das gern ändern würden.

Ist die Seife nur zum Händewaschen?

Unsere Kernseife ist komplett naturbelassen und frei von Duftstoffen, Farbstoffen und anderen Zusatzstoffen. Dadurch ist sie besonders gut verträglich, hygienisch und vielseitig einsetzbar. Du kannst nicht nur deine Hände, sondern auch deinen Körper, deine Haare, theoretisch sogar deine Kleidung oder dein Geschirr damit waschen – kein Scherz. Alles harmlos!

Wo wird die Seife hergestellt?

Die Stückseife kommt von unseren Freund*innen von sodasan aus Ostfriesland. Wir haben mit sodasan eine verlässliche Partnerin gefunden, die im Kern die gleichen Werte teilt wie wir: Ganzheitliche, ökologische Nachhaltigkeit. Verpackt wird die Seife nachhaltig und klimaneutral bei Siemer Verpackungen in Niedersachsen.

Wieso und wie ist die Seife verpackt?

Die Seife wird bei unseren Freundinnen von Siemer Verpackungen verpackt. Die Verpackung ist klimaneutral in Deutschland produziert, enthalt kein Plastik und ist recycelt und komplett recycelbar. Außerdem verwenden wir nur mineralölfreie Farben. Für uns ist die Verpackung eine wichtige Werbefläche, um auf den sozialen Hintergrund der Seife und unsere Mission Klos für Alle! Alle für Klos! aufmerksam zu machen.

Wir hoffen, in Zukunft auch eine unverpackte Stückseife anbieten zu können. Das ging im ersten Schritt aufgrund unterschiedlicher Ansprüche im Markt und Online-Shop noch nicht. Wir sind aber dran, eine unverpackte Version auf den Weg zu bringen, die dann bspw. in unverpackt-Läden erhältlich sein könnte.

Warum habt ihr euch für die Verwendung von Palmöl entschieden?

Die hohe Ergiebigkeit von Palmöl ist der Grund, warum Palmöl das meistgenutzte Pflanzenöl weltweit ist. In rund jedem zweiten Supermarktprodukt ist es enthalten. Andere Ölpflanzen – wie zum Beispiel die Kokospalme, Raps, Sonnenblume oder Soja – beanspruchen ein Vielfaches an Fläche für den gleichen Ertrag. Das bedeutet nicht nur bis zu sieben Mal so viel Anbaufläche, sondern auch ein vielfacher Bedarf an Wasser und anderen Ressourcen, die in den Anbau, die Ernte und Verarbeitung fließen. 

Wir haben all diese Fakten und Faktoren abgewogen und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Ersatz durch regionale Pflanzenöle aus unserer Sicht keine bessere ökologische Alternative darstellt. Das Problem liegt nicht in der Ölpflanze oder dem daraus gewonnenen Öl – sondern in der hohen globalen Nachfragen und der Art des Anbaus. Nur 0,1% des gesamten Palmöls kommen aus kontrolliert biologischem Anbau – so auch das in unserer Bio-Seife. Das Palmöl in der Goldeimer Seife ist aus kontrolliert biologischem Anbau aus Kolumbien von der Firma Daabon. Die Bio-Zertifizierung erfolgt über Ecocert und setzt eine Zertifizierung nach RSPO voraus.

Wir sind der Meinung, dass die Debatte um “das böse Palmöl” nicht allein auf den Verzicht hinwirken sollte, sondern vielmehr darauf, dass Ölpalmen nachhaltig und fair, ohne Pestizide, ohne synthetische Düngung und vor allem nicht in Monokulturen und unter ausbeuterischen Bedingungen angebaut werden. Kontrolliert biologischer Anbau gewährleistet genau das. Deshalb sind wir für uns zu dem Schluss gekommen, dass bio-zertifiziertes Palmöl aus sozialem Anbau aktuell die bestmögliche Lösung für eine faire, nachhaltige, hochwertige und vor allem reinigende Stückseife darstellt.

Wird es weitere Hygieneprodukte von Goldeimer geben (bspw. Flüssigseife, Shampoo)?

Nein, wir planen keine weiteren Hygieneprodukte auf den Markt zu bringen. Die Seife komplettiert das WASH-Portfolio rund um das Viva con Agua Mineralwasser und unser soziales Klopapier. Mit Stückseife hast du außerdem einige Vorteile, die Flüssigseifen überflüssig machen: Sie ist langlebig und Papierverpackungen sind recycelbar. In Flüssigseifen dagegen können manche Komponenten, wie die Pumpvorrichtung mit Metallfeder, nicht voneinander getrennt werden und werden deshalb verbrannt. Auch eingefärbte oder beklebte Verpackungen finden nur selten zurück in den Recycling-Kreislauf.

Klos und Co

Wie nehme ich das Trockenklo in Betrieb?

Das Zusammenbauen der Klos ist kinderleicht. Die Anleitung zum Aufbau liegt dem Produkt bei.

Bevor es losgeht, ist folgendermaßen vorzugehen:

1) Um den Reinigungsaufwand zu minimieren, hänge einen kompostierbaren Beutel aus Maissträke – am besten direkt einen unserer »Schietbüdel« – in den schwarzen Eimer ein.

2) Bedecke nun den Boden des Eimers mit Einstreu (z.B. Goldeimer Kackpulver), um die nach unten sickernde Flüssigkeit zu binden und Urin und Kot möglichst lange voneinander getrennt zu halten. Pro Person und Nutzungstag solltest Du hierzu 1 l – 1,5 l Einstreu verwenden. Die aus Omas Plumpsklo bekannten üblen Gerüche entstehen, wenn Urin und Kot miteinander vermischt werden. Durch die Einstreu am Boden des Eimers wird das so lange verhindert, bis das Urin-Level über die 10 cm ansteigt.

3) Nach jedem Klogang musst du 0,3 l (kleines Geschäft) bis 0,5 l (großes Geschäft) Einstreu über deine Hinterlassenschaften schütten, um die Flüssigkeit zu binden und Gerüche zu minimieren. Am besten eignet sich hier ebenfalls unser Kackpulver.

Darf ich in meinem Kleingarten kompostieren?

Ja, du darfst in deinem Kleingarten kompostieren, wenn du sicher stellst, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt von deinem Komposthaufen ausgeht. Du musst vor allem darauf achten, dass kein Sickerwasser aus dem Haufen ins Erdreich sickern kann. Dafür solltest du am besten eine Abdeckung für deinen Komposthaufen bauen – eine Anleitung findest du dafür unter der nächsten Frage.

Wann du NICHT kompostieren darfst:

  • Wenn dein Kleingartenverein explizit die Nutzung von Trocken- bzw. Kompostklos verbietet.
  • Wenn sich deine Location in einem Wasserschutzgebiet befindet. Dort ist eine solche Kompostierung untersagt!

Wie wird kompostiert?

Es gibt für Trockentoiletteninhalte zwei Wege der Behandlung / Hygienisierung. Bei beiden kann unser KACKPULVER als Premium Toiletteneinstreu verwendet werden.

1. Kompostierung – sie ist einfacher und kürzer.
2. Fermentation – sie ist etwas komplizierter und zeitaufwändiger, da nach erfolgter Fermentation noch eine Kompostierung erfolgen muss. Das Resultat ist es aber Wert, denn es kann Terra preta erzeugt werden – eine der fruchtbarsten Erden der Welt.

Wir empfehlen grundsätzlich eine Kompostierung in einem separaten Komposthaufen durchzuführen, dessen Kompost ausschließlich zur Bodenverbesserung in Zierpflanzenbeeten angewendet wird. Die Idee Nährstoffkreisläufe zu schließen ist auch hier schon erreicht – nur dass ihr ein evtl. Hygienerisiko durch eine suboptimale Kompostierung (z.B. zu feucht, zu wenig Sauerstoffversorgung und dadurch Fäulnis) ausklammert.

Das Mischungsverhältnis ist eine wichtige Stellschraube beim Kompostieren. Wir mischen in folgendem Verhältnis. Es ist aber notwendig dieses Mischungsverhältnis entsprechend der lokal verfügbaren Rohstoffe anzupassen:

  • 50 Vol. % Trockentoiletteninhalte (Einstreu, Klopapier und Kaki)
  • 50 Vol. % Grünschnitt
    Hier ist wichtig nicht zu holziges Material zu verwenden. Aufgrund des höheren Lignin Anteils und des oft nur schwer verfügbaren Kohlenstoffs ist das schwer abbaubar und verhindert die zur Hygienisierung notwendigen hohen Temperaturen (60 °C – 70 °C).
    Ebenfalls ist es wichtig nicht ausschließlich Rasenschnitt oder Ähnliches zu nutzen, da dieses Material nach wenigen Tagen in den inneren Bereichen der Miete durch die Abbauprozesse zu kompakt wird und daher Sauerstoffarmut und daraus folgend unerwünschte Fäulnis entstehen kann. Die führt zu ungünstiger Mikrobiologie und ausbleibender Hygiensierung – auch erkennbar am unangenehm fauligen Geruch.
  • Schreddert, oder zerkleinert den Grünschnitt mit einem Spaten.
  • Mischt, wenn ihr habt, einige Schaufeln reifen Kompost oder guten Mutterboden mit bei, um direkt die richtigen Bodenlebenwesen, die dann auch den Kompostierprozess antreiben dabei zu haben. Oft nennt man das auch “Animpfen”.
  • Also versucht durch Ausprobieren, das richtige Verhältnis zu finden. Wenn ihr eine zu Feuchte Mische habt, dann dosiert etwas Stroh, trockenes Laub oder andere strukturgebende Gartenabfälle dazu ( = trocken und strukturgebend, sorgt für gute Durchlüftung innerhalb der Miete und liefert leicht verfügbaren Kohlenstoff)

Wenn ihr eure beiden Fraktionen auf einen Haufen gekippt habt, folgt nun der nächsten wichtige Schritt – die Homogenisierung. Mit einer Mistgabel mischt ihr nun alles durch und häuft eine homogenen Haufen auf.

Plant den Standort so, dass ihr genug Platz für die Homogenisierung habt. Ebenso sollte der Komposthaufen am besten schattig liegen, da er sonst zu schnell austrocknet. Zudem solltet ihr eine Abdeckung einplanen, damit Regenfälle nichts auswaschen können, oder der Haufen zu stark austrocknet. Es ist unbedingt zu vermeiden, dass Flüssigkeit aus dem Komposthaufen ins Erdreich sickert. Beispiele für Abdeckungen können sein: Kompostvlies oder Jutesäcke, ihr könnt auch ein einfaches Dach bauen, oder Wellblech o.ä. direkt auf den Haufen legen.

Eine weitere wichtige Stellschraube für einen guten Kompostierprozess ist die Feuchtigkeit des Komposthaufens. Zu viel Feuchtigkeit führt zu Sauerstoffarmut und mglw. Fäulnisprozssen. Ein zu trockener Komposthaufen bedeutet aber wiederum verminderte Aktivität der Mikroorganismen, die ein wässriges Millieu zum Leben und Arbeiten brauchen.

Ob ihr richtig liegt, könnt ihr mit der Faustprobe ermitteln: Zieht euch Gummihandschuhe an (Hygiene!) und nehmt eine Handvoll Kompost auf. Dann drückt ihr den Kompost fest zusammen. Wenn ein paar Tröpfchen herauskommen ist alles gut. Wenn gar nichts heraustropft, ist der Kompost zu trocken. Gießen ist die Lösung. Wenn mehr Wasser herausläuft, dann ist der Kompost  zu feucht. Die passende Maßnahme: Stroh oder anderes trockenes Material (nichts Holziges) untermischen. Grundsätzlich gilt: Den Komposthaufen eher zu trocken, als zu feucht aufsetzen.

Wir empfehlen ein Umsetzen nach 3, 6 und nach 9 Wochen nach dem Aufsetztermin. Ziel dabei ist, das Material vom Inneren der Miete nach Außen zu bringen und von Außen nach Innen. Das gesamte Material soll die höheren Temperaturen und damit auch die höhere Abbauaktivität der Mikroorganismen im Mietenkern erleben. Gleichzeitig verbessert dieser Schritt die Sauerstoffversorgung. Zum Umsetzen am besten mit einer Hacke den Haufen von oben nach unten „runterhacken“ – so vermischt ihr vertikal und dann mit der Mistgabel daneben wieder horizontal aufschichten. Insgesamt solltet Ihr den Haufen nach dem letzten Wenden dann noch mindestens 10 Monate ruhen lassen. Diese Empfehlung entspricht in Summe den Angaben der WELTGESUNDHEITSORGANISATION (WHO).

Ergänzende Hinweise:

  • Alternative zum Umsetzen: Wenn ihr auf das Umsetzten verzichtet möchtet, müsst ihr etwas mehr strukturgebendes Material in den Haufen mischen. Die Sauerstoffversorgung muss dann so sichergestellt werden.
  • Reinigung der Toiletteneimer und Gartengeräte: Die Eimer aus dem Klo, aber auch z.B. die Gartenwerkzeuge könnt ihr mit wenig Wasser, biologischer Seife und einer Toilettenbürste über dem Komposthaufen reinigen. Hygienehinweis: Handschuhe tragen und danach Hände gut waschen.
  • Temperaturüberwachung: Wenn ihr die Temperatur im Haufen überwachen wollt, könnt ihr euch ein einfaches Stabthermometer/Stechthermometer für unter 20 € kaufen und es in den Haufen pieksen. Wundert euch nicht, die Mikroorganismen brauchen ein paar Tage, um anfangs aktiv zu werden. Ebenso ist es normal, wenn die nach 12 Wochen nahezu nur noch Umgebungstemperatur erreicht wird.
  • Thermokomposter: Wenn man keine Lust hat wie oben beschrieben einen Komposthaufen zu bauen und vllt. auch befürchtet kleine Kinder oder Tiere könnten am Komposthaufen aktiv werden, empfiehlt sich der Kauf eines Termokomposters. Dieser bietet zudem auch Schutz vor Regen. Das Umsetzen fällt hier i.d.R. auch Weg. d.h. es müssen die Tipps unter „Alternative zum Umsetzen“ beachtet werden.

Grundsätzlich gilt:

Die Nase ist das beste Labor. Wenn ihr Fäulnisgerüche wahrnehmt, dann läuft etwas nicht richtig. Schaut Euch die Prozesse nochmal genau an und überlegt, wo etwas angepasst werden könnte (zuviel oder zuwenig Sauerstoff, Wassergehalt, Art der Biomasse, sprich zu geringer Gehalt an leicht verfügbarem Kohlenstoff (=Grünschnitt, Stroh) und zu viel holziges Material).

Wie wird fermentiert?

Es gibt für Trockentoiletteninhalte zwei Wege der Behandlung / Hygienisierung. Bei beiden kann unser KACKPULVER als Premium Toiletteneinstreu verwendet werden.

1. Kompostierung – sie ist einfacher und kürzer.

2. Fermentation – sie ist etwas komplizierter und zeitaufwändiger, da nach erfolgter Fermentation noch eine Kompostierung erfolgen muss. Das Resultat ist es aber Wert, denn es kann Terra preta erzeugt werden – eine der fruchtbarsten Erden der Welt. In der Regel sind Terra preta reicher an Nährstoffen und ihre Pflanzenverfügbarkeit ist verbessert im Vergleich zu dem reinen Kompost aus der regulären Kompostierung.

Die Fermentation ist ein anaerober Prozess, d.h sie findet unter Sauerstoffausschluss statt und benötigt bestimmte Mikroorganismen, die z.B. bereits im KACKPULVER und in konzentrierter Form auch in unseren EFFEKTIVEN MIKROORGANISMEN (EMS) zu finden sind. Diese Mikroorganismen lenken den Fermentationsprozess in die richtige Richtung. Wenn keine EMs hinzugefügt werden würden, wären unschöne und schädliche Fäulnisprozesse das Resultat. Bei den EMs handelt es sich vorwiegend um anaerobe Mikroorganismen, Hefe, Milchsäurebakterien, Photosynthetische Bakterien, Actinomyceten.

In unserem Fall nimmt man den VOLLGESCHIETERTEN EIMER aus dem Klo und verschließt diesen fest mit dem dazugehörigen Deckel. Effektive Mikroorganismen, die dem Kackpulver zugesetzt sind, wandeln die Kohlenhydrate aus der Biomasse in Milchsäure um. Der pH Wert sinkt dadurch unter 4 (= sauer) und krankheitserregende Keime werden inaktiviert.

Man spricht auch von einer “sauren Hygienisierung”. Nebeneffekt dieses Prozesses ist, dass Nährstoffe, die normalerweise bei der Kompostierung entweichen, bei der Fermentation fixiert werden und an der Pflanzenkohle angelagert werden. Die Fermentation dauert je nach Umgebungstemperatur 3-6 Wochen. Die idealen Bedingungen herrschen bei Zimmertemperatur.

Meist bildet sich auf der Oberfläche ein weißer Flaum von Hefebakterien – das ist durchaus erwünscht! Breitet sich allerdings ein grüner Schimmelrasen aus, ist die Fermentation nicht korrekt verlaufen. Am Ende der Fermentation sollte die Mischung leicht pilzig nach Waldboden riechen.

Nach erfolgter Fermentation entleert ihr den Eimer auf eurem Komposthaufen und mischt den Eimerinhalt unter.

Wenn ihr die Fermentation weiter optimieren wollt, empfiehlt es sich ab und zu abends vor dem Schlafen gehen, oder bevor ihr Euch am Sonntag aus Eurem Kleingarten verabschiedet, ein paar Pumphübe aus unserer EM FLASCHE einzusprühen und den Deckel luftdicht  zu verschließen. Denn, denkt dran: die EMs sind vorwiegend anaerobe Lebewesen.

Troubleshooting:

  • Wenn ihr keine guten Ergebnisse bei der Fermentation habt (z.B. Fäulnisgerüche), kann es sein, dass die Mischung im Toiletteneimer zu feucht ist. Hier könnt ihr einfach mit mehr Kackpulver, (Lein-) Strohhäcksel, oder Hobelspäne nachstreuen und überschüssige Flüssigkeit aufsaugen.
  • Wenn ihr immer noch der Meinung seid, der Fermentationsprozess könnte optimaler laufen, könnt ihr weitere Kohlenhydrate als Nahrung für die Milchsäurebakterien hinzufügen. Ihr könnt also mit süßen Sachen experimentieren, die ihr in den Eimer gebt: Sirup/Melasse eignet sich am besten, Zucker geht aber auch. Einfach 1 Esslöffel Sirup in 0,5 Liter warmem Wasser auflösen, abkühlen lassen und z.B. mit einer ausgedienten Sprühflasche aufsprühen.

Grundsätzlich gilt:

Die Nase ist das beste Labor. Wenn ihr Fäulnisgerüche wahrnehmt, dann läuft etwas nicht richtig. Schaut Euch die Prozesse nochmal genau an und überlegt, wo etwas angepasst werden könnte (zuviel oder zuwenig Sauerstoff/Wassergehalt oder Art der Biomasse, sprich zu geringer Gehalt an leicht verfügbarem Kohlenstoff (=Grünschnitt, Stroh) und zu viel holziges Material oder EM ANTEIL im Kackpulver nicht mehr ausreichend).

Wie lange kann ich das Trockenklo nutzen?

Die Größe des Eimers ist so konzipiert, dass eine ausgewachsene Person das Klo mindestens 4 Tage nutzen kann (inkl. Einstreu!). Bei geringerer Nutzungshäufigkeit verlängert sich der Zeitraum bis der Eimer gewechselt werden muss. Wir empfehlen dennoch, auch bei noch nicht kompletten Füllstand einen monatlichen Eimerwechsel – ggf auch früher. Achtet einfach auf eure Nase.

Vor längeren Nutzungspausen (z.B. abends vor dem Schlafen gehen, oder bevor ihr Euch am Sonntag aus Eurem Kleingarten verabschiedet) empfehlen wir ein paar Pumphübe unserer EFFEKTIVEN MIKROORGANISMEN (EMS) in den Eimer einzusprühen. Das unterbindet stärkere Geruchsentwicklung. Wichtig ist es dann aber auch, dass ihr den Deckel des Eimers wirklich fest verschließt, damit kein Sauerstoff in den Eimer eindringen kann – denn denkt dran, die EMs sind anaerobe Lebewesen.

Wie werde ich meine Hinterlassenschaften los, wenn ich unterwegs bin und nicht selbst kompostieren kann?

Wenn du auf Tour bist, kannst du die Hinterlassenschaften in einem gut verschlossenen Müllbeutel in der Restmülltonne entsorgen. Der Müllbeutel dient zum einen dazu, dass der Eimer nicht verunreinigt wird und du dir die Reinigung sparen kannst. Zum anderen vermeidet er Verunreinigungen in den Sammeltonnen, Sammelfahrzeugen und Verwertungsanlagen. Bei Babywindeln ist das ja ähnlich – da ist auch alles gut verpackt.

Sanitärkrise, Sustainable Development Goals und Kreislaufwirtschaft

Sanitärkrise? Was bedeutet das?

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung – 4,2 Mrd. Menschen – haben keinen Zugang zu sicherer Sanitärversorgung. 9% der Weltbevölkerung, rund 673 Millionen Menschen, haben keinerlei Zugang zu irgendeiner Art von Sanitärversorgung und müssen ihr Geschäft im Freien verrichten (Open Defecation). Die Folgen sind vielfältig und verheerend, weshalb von einer Sanitärkrise die Rede ist.

Mangelhafte, unsichere oder nicht-vorhandene Sanitäranlagen begünstigen den Kontakt mit und die rasche Verbreitung von Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Durchfall, Cholera oder Polio. Das hat nicht nur zur Folge, dass Menschen nicht arbeiten oder zur Schule gehen können und verursacht hohe Arztkosten, sondern kann sogar tödlich sein. Mehr als 297.000 Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an Durchfallerkrankungen, die auf schlechte sanitäre Einrichtungen, mangelnde Hygiene oder unsicheres Trinkwasser zurückzuführen sind – das sind mehr als 800 Kinder jeden Tag.

Darüber hinaus sind Frauen und Mädchen besonderen Gesundheitsrisiken ausgesetzt: Oft müssen sie bis zur Dunkelheit warten, um sich draußen zu erleichtern, was sie besonders angreifbar und schutzlos macht. Dazu kommt, dass die Bedürfnisse von Frauen in Bezug auf Urinieren und Menstruationshygiene in vielen Sanitärprojekten unberücksichtigt bleiben. Und nicht zuletzt kontaminieren Fäkalien, die in den offenen Boden sickern oder direkt ins Wasser entlassen werden, das Grundwasser und tragen so zur Verbreitung schwerer Krankheiten bei.

Was sind WASH-Projekte?

WASH steht für den Zugang zu Wasser, Sanitär und Hygiene. Diese drei Komponenten bedingen sich gegenseitig und sorgen nur im Dreiklang für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen. Warum es nicht reicht, einfach Klos zu bauen? Zu einer würdigen und gesicherten Sanitärversorgung gehört neben einer Toilette auch sauberes Trinkwasser und Seife zum Händewaschen – und für dauerhaft sauberes Wasser braucht man wiederum Klos, bei denen für eine sichere Verwertung der Ausscheidungen gesorgt ist.

Seit 2014 setzen wir uns gemeinsam mit Viva con Agua und der Welthungerhilfe für WASH-Projekte auf der ganzen Welt ein, um Menschen langfristig den Zugang zu WASH zu ermöglichen. Denn aktuell haben 4,2 Mrd. Menschen noch keinen Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung mit Handwaschmöglichkeiten und sauberem Wasser.

Mehr Informationen dazu findest du auf unserem Blog.

Was bedeutet “gesicherte Sanitärversorgung”?

Das ist sozusagen das “Nonplusultra” der Sanitärversorgung. Von einer gesicherten Sanitärversorgung ist die Rede, wenn neben einer privaten, funktionierenden Toilette Handwaschmöglichkeiten vorhanden sind sowie alle fünf Kernelementen der Sanitärkette (sichere Zwischenlagerung, regelmäßige Leerung, sicherer Transport, sachgerechte Behandlung der Fäkalien, Wiederverwendung der behandelten Biomasse) gegeben sind, es also auch für eine sichere Verwertung der Ausscheidungen gesorgt ist. Aktuell hat weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung (45%, 3,4 Milliarden Menschen) Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung.

Der Begriff leitet sich aus dem englischen “Safely Managed Sanitation Services” ab, der wiederum im Joint Monitoring Programme 2017 von der WHO und Unicef eingeführt und als zu erreichenden Zustand festgelegt wurde.

Was bedeutet Bodendegration?

Bei nicht nachhaltiger Bewirtschaftung kommt es z.B. durch falsche Anbau-, Dünge- oder Bewässerungsmethoden zu Erosion, Versalzung, Versauerung oder gar zu einer Vergiftung des Bodens. Vielfach angewendete, schwere Maschinen sorgen zudem für eine Verdichtung und nehmen so Pflanzenwurzeln und Bodenlebewesen die nötigen Bodenporen. Bodenverluste von mehreren Tonnen pro Jahr sind die Folge. Die Wachstumsgrundlage für jegliche Art von Pflanzen wird so minimiert, oder geht sogar verloren. Seit 1945 summiert sich die von Bodendegradation betroffene Fläche auf weltweit mehr als 1,2 Milliarden Hektar. Das entspricht der gemeinsamen Landfläche von China und Indien. Der Verlust von Oberboden durch Erosion beläuft sich pro Jahr im Schnitt auf 14 bis 16 Tonnen pro Hektar und Jahr. Die Degradation kann schließlich bis zum vollständigen Verlust der landwirtschaftlichen Nutzbarkeit des Bodens führen.

Wie trägt Goldeimer dazu bei, Bodendegration zu vermeiden?

Wir wollen mit unseren Toiletten auf die Wichtigkeit von Humus hinweisen! Mit der Abkehr von wassergespülten Toiletten hin zu Humus-bildendenden Trockentoiletten leisten wir einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Bodenschutz. Je mehr derartige Toiletten, desto besser:

  • Humus ist unumstritten der wichtigste Baustein für eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit.
  • Durch die Förderung von Pflanzenwachstum wird Erosion verhindert, Landfläche beschattet, Windeinwirkungen reduziert und Verdunstung teilweise vermieden.
  • Verstärktes Pflanzenwachstum und eine aktivere Bodenbiologie verbessern die Bodenstruktur und -durchlüftung. Das führt wiederum zu verbesserter
  • Bodenfruchtbarkeit.
  • Humus besteht aus organischen Verbindungen und enthält große Mengen an Kohlenstoff. Weltweit ist dreimal mehr Kohlenstoff (2.500 Gt) in Humus gebunden, als in der Atmosphäre. Sogar fünfmal mehr als in der gesamten Pflanzenmasse. D.h. Humus hat eine große Bedeutung im Kontext des Klimawandels.
  • Ein ausreichender Humusgehalt im Boden fördert die Bodenbiologie, die dann in der Lage ist Nährstoffe bedarfsgerecht den Pflanzenwurzeln zur Verfügung zu stellen. Nährstoffauswaschungen, wie sie bei der Verwendung von Gülle oder Kunstdünger oft vorkommen werden so vermieden und Grundwasser geschützt.
  • Ohne fruchtbare Böden wird es langfristig nicht möglich sein, die Weltbevölkerung zu ernähren.

Was hat Gesundheit mit Toilette zu tun?

Keine Erfindung hat in den letzten 200 Jahren mehr Menschenleben gerettet als die Toilette. Durch eine sichere Sanitärversorgung wird verhindert, dass gefährliche Keime, Bakterien und Viren in Kontakt mit unserem Trinkwasser und unserer Nahrung kommen. Sowohl die Toilette an sich als auch die komplette nachgeschaltete Sanitärkette kann dabei von Ort zu Ort sehr unterschiedlich aussehen. Nur wenn alle fünf Kernelemente der Sanitärkette vorhanden sind, kann gewährleistet werden, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in den Nährstoffkreislauf gelangen.

Welche Anstrengungen betreibt Goldeimer im Sinne des Ressourcenschutzes?

Kläranlagen sorgen unter hohem Energieaufwand dafür, das ankommende Wasser- und Fäkaliengemisch stofflich zu trennen und aufzubereiten. Als Endprodukte entstehen verunreinigtes Wasser und Klärschlämme, welche nach einer zusätzlichen Behandlung zumeist verbrannt werden. Bei der Kompostierung werden Nährstoffe zurückgewonnen und dem Nährstoffkreislauf wieder zugeführt. Durch Kompostierung werden in Deutschland jährlich ca. 4.400 GWh eingespart und die CO2 Emissionen um 3 Mio. Tonnen/Jahr gesenkt. Außerdem erfolgt durch den Verzicht auf die Wasserspülung eine Wassereinsparung von 2,7 Mrd. Litern/Tag allein in Deutschland. Hinzu kommt, dass bei der Komposttoilette keine toxischen Schwermetalle entstehen (Pb, Hg, Cd, Cu), wie sie in Klärschlamm enthalten sind.

…DU HAST NOCH MEHR FRAGEN?

Lass es uns unbedingt wissen! So können wir unsere FAQ stetig erweitern und du hilfst anderen Interessierten, die vielleicht die Antwort auf die gleiche Frage suchen.

Schreibe uns einfach eine Mail über DAS KONTAKTFORMULAR mit dem Betreff „FAQ“!

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